Isfahan – Ghom –
Teheran
Wir verlassen diese
wunderbare Stadt und werden heute 390 km unterwegs sein. In Ghom haben wir die Gelegenheit mit einem
Geistlichen, einem Ayatollah (mit schwarzem Turban) zusammen zu kommen. Mit Sejet Mohammed Ali Ay Azm treffen wir
wiederum eine äusserst interessante Persönlichkeit. Er informiert uns zuerst über
Ghom, der zweitheiligsten Stadt des Landes. Mit 1.2 Millionen Einwohner ist
Ghom für uns eine grosse Stadt. Eindrücklich jedoch die Tatsache dass ein Viertel
der Bewohner direkt mit der Religion zu tun haben, sei dies als Gelehrte oder
Studierende. 25% der Studenten sind Frauen. Es gibt 200 Schulen, 15
Universitäten und 100 Druckereien, die vorwiegend Religiöses drucken.
Interessant wie der
Ayatollah beim Beantworten von Fragen keineswegs immer so antwortet, wie wir
dies von einem iranischen Geistlichen erwarten. Er gibt sich als sehr
gemässigter Vertreter des Islam. Auf eine Frage bezüglich des Kopftuch Zwanges
spricht er sich dagegen aus, die Frauen dazu zu zwingen ein solches zu tragen.
In Teheran kommen
wir am späten Nachmittag an und ich nutze die Zeit um mich mit köstlichen Nüssen einzudecken. Diese sind nicht nur
günstig sondern vor allem von allerbester Qualität. Nach dem Abendessen in
einem traditionellen iranischen Restaurant mit lauter Musik haben wir die
Gelegenheit einem iranischen Hochzeitsfest im Hotel beizuwohnen. Wie bereits
früher erwähnt feiern Männer und Frauen getrennt. Bei den Männern läuft nicht
viel. Sie sitzen an grossen Tischen und diskutieren. Leider habe ich keinen
Zutritt zu den Frauen. Am nächsten Tag können wir Filmausschnitte anschauen:
Frauen in ausgelassener Stimmung, tanzend, lachend, in kurzen, modischen Röcken
mit eindrücklichen Frisuren. Für mich als Mitteleuropäer ist all das nicht
verständlich, nicht nachvollziehbar.
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