Donnerstag, 3. Oktober 2013

Isfahan – Ghom – Teheran


 

Wir verlassen diese wunderbare Stadt und werden heute 390 km unterwegs sein.  In Ghom haben wir die Gelegenheit mit einem Geistlichen, einem Ayatollah (mit schwarzem Turban) zusammen zu kommen.  Mit Sejet Mohammed Ali Ay Azm treffen wir wiederum eine äusserst interessante Persönlichkeit. Er informiert uns zuerst über Ghom, der zweitheiligsten Stadt des Landes. Mit 1.2 Millionen Einwohner ist Ghom für uns eine grosse Stadt. Eindrücklich jedoch die Tatsache dass ein Viertel der Bewohner direkt mit der Religion zu tun haben, sei dies als Gelehrte oder Studierende. 25% der Studenten sind Frauen. Es gibt 200 Schulen, 15 Universitäten und 100 Druckereien, die vorwiegend Religiöses drucken.
Interessant wie der Ayatollah beim Beantworten von Fragen keineswegs immer so antwortet, wie wir dies von einem iranischen Geistlichen erwarten. Er gibt sich als sehr gemässigter Vertreter des Islam. Auf eine Frage bezüglich des Kopftuch Zwanges spricht er sich dagegen aus, die Frauen dazu zu zwingen ein solches zu tragen.
In Teheran kommen wir am späten Nachmittag an und ich nutze die Zeit um mich mit köstlichen  Nüssen einzudecken. Diese sind nicht nur günstig sondern vor allem von allerbester Qualität. Nach dem Abendessen in einem traditionellen iranischen Restaurant mit lauter Musik haben wir die Gelegenheit einem iranischen Hochzeitsfest im Hotel beizuwohnen. Wie bereits früher erwähnt feiern Männer und Frauen getrennt. Bei den Männern läuft nicht viel. Sie sitzen an grossen Tischen und diskutieren. Leider habe ich keinen Zutritt zu den Frauen. Am nächsten Tag können wir Filmausschnitte anschauen: Frauen in ausgelassener Stimmung, tanzend, lachend, in kurzen, modischen Röcken mit eindrücklichen Frisuren. Für mich als Mitteleuropäer ist all das nicht verständlich, nicht nachvollziehbar.

 

Zoreh Farzaneh, unsere Reiseleiterin mit Ajatollah Sejet Mohammed Ali Ay Azm

 
 

 

 
 

 

Das Azadi-Monument, das moderne Wahrzeichen von Teheran


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