Yasd – Isfahan
Heute hören wir von
Zoreh, unserer Reiseleiterin einiges zum Thema Scheidung. Scheiden ist heute im
Iran einfach geworden, vorausgesetzt beide Ehepartner sind einverstanden.
Innert Wochenfrist sei dies möglich. Frauen können sich einseitig nur in
extremen Fällen scheiden lassen, wenn nämlich der Ehemann gewalttätig,
Alkoholiker oder drogenabhängig ist. Streitscheidungen können gut 3 – 5 Jahre
dauern. Die Kinder bleiben bis zu ihrem zweiten Lebensjahr bei der Mutter. Dies
scheint mit dem Stillen zusammen zu hängen. In der Folge kommen die Mädchen bis
zum 9. und Jungs bis zum 15. Lebensjahr zum Ernährer (Vater). Dann sind die
Kinder „frei“ zu entscheiden bei welchem Elternteil sie leben wollen. Heute sei
es jedoch meist so, dass die Männer die Kinder freiwillige bei der Mutter
lassen.
Nach einer Scheidung
muss die Frau traditionell 100 Tage warten bis sie wieder heiraten darf. Dies
aufgrund der Möglichkeit einer Schwangerschaft vom bisherigen Ehemann.
I
Und dann kommen wir
in diesem sagenumworbenen Isfahan (Esfahan in Farsi) an. Wir begegnen der Stadt
bei Sonnenuntergang an ihrer schönsten von sechs Brücken, der „Si-o Se Pol“,
der Brücke der 33 Bögen, die 1602 erbaut wurde.
Das Hotel Abbasi war ursprünglich eine Karawanserei und gefällt uns
insbesondere aufgrund der Gartenanlage. Nicht umsonst wird das Abbasi als
schönstes Hotel Irans beschrieben. Das
Buffet ist im Freien aufgebaut und wir geniessen die herbstliche Kühle auf 1500
Meter über Meer. Im Anschluss ans Abendessen folgt ein kurzer Stadtbummel,
welcher Fabrice nutzt um – mit fachkundiger und motivierender
Unterstützung durch Dorkas – vier Hemden
zu kaufen. Preis für alle vier: CHF 50. Der Tag klingt in der
„Gartenwirtschaft“ des Hotels und unter
Einheimischen aus. Besonders die jungen,
schönen Frauen ziehen natürlich unsere Blicke an.