Sonntag, 29. September 2013


Yasd


 

Mein Tag beginnt bereits um sechs Uhr mit dem Lustwandeln durch den prächtigen Garten. Um acht Uhr geht die Fahrt zu den Türmen des Schweigens. Hier legten die Zoroastrier früher ihre Toten den Geiern zum Frass. Der Grund lag darin dass diese Glaubensgemeinschaft, die über eintausend Jahre Staatsreligion war, die vier Elemente – Erde, Feuer, Wasser, Luft – nicht mit Leichen verschmutzen wollten. Yasd ist heute noch das Zentrum dieser einst mächtigen Religion mit aktuell geschätzten 30‘000 Gläubigen im Iran. Nach Besichtigung und Besteigung einer der beiden Türme geht es weiter zur Freitagsmoschee mit ihren geschwungenen Arkaden. Nach einer Siesta fährt uns der Taxifahrer direkt zum Coiffeur. Fabrice wurde von Dorkas und Simone überredet seinen Bart stutzen und seine Haare schneiden zu lassen. Nie wieder wird Haare schneiden so günstig sein: 100‘000 Rial, was CHF 3 entspricht. Um 17.30 Uhr treffen wir im „Sportcenter“ ein, wo Iranisches Krafttraining in der Gruppe dargeboten wird. Ich begegne einer jungen Frau aus Lausanne, die von Land und Leuten ebenfalls begeistert ist. Vor ihrer Abreise wurde die Sicherheit im Iran von ihren Bekannten dermassen hinterfragt, dass sie am  Tag der Abreise völlig verunsichert war. Es ist doch erstaunlich, wie die westliche Propaganda auf die Menschen wirkt. Einmal mehr rundet ein leckeres iranisches Buffet den Tag ab und einmal mehr geniesse ich den Espresso in der Gartenanlage.

 
Hotel Papageien
 
Hoteleingang

 


Turm des Schweigens im Hintergrund
"Geier" des Turms des Schweigens

Besuch im Feuertempel der Zoroastrier

Afternoon Tea in Yasd

Fabrice beim Coiffeur - unter strenger Beobachtung

Der Finish mit dem Pinsel
Abendstimmung in Yasd
 

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