Dienstag, 24. September 2013

Kermanschah – Ahvas


Um 05.30 Uhr werden wir geweckt und um 07 Uhr geht die Fahrt los. Die Landschaft die wir heute durchfahren ist vielseitig. Das Gebirge gleicht einmal einem Canyon, dann sind es die scharfen Zacken oder die schwungvollen Gesteinsbänder die kilometerlang die Felsenwände durchziehen, die uns faszinieren. Die 540 km durch die kurdische Provinz Loristan hält uns im Atem und unsere Kameras schussbereit. In Shush besichtigen wir die Ruinen von Susa und des Tempels von Tschoga-Sanbil. Bereits 3‘000 Jahre v.Christus gab es hier eine Stadt der Elamer (3‘000 bis 620 vor Christus). Neben dem Museum ist bereits  das tägliche Pic-nic aufgebaut. Standard ist das dünne Fladenbrot, die geschmackvollen Tomaten und Gurken und der Frischkäse. Täglich wechselnde Speisen wie Thon, Bohnen, eingelegter Knoblauch, Peperoncini und ein Frucht ergänzen das Angebot. Die Fruchtsäfte ersetzen das Bier!
Es ist ein langer und heisser Tag. Waren wir gestern noch auf 1‘500 Meter über Meer, sind wir nun praktisch auf Meereshöhe. Es ist heiss und schwül.  Das Hauptgericht des heutigen Abendessens ist der mir unbekannte Löwenfisch, der zwar etwas trocken, aber geschmacklich sehr gut ist. Die Tischgespräche sind interessant bis lustig und wir merken nicht wie die Zeit vergeht. Um 22 Uhr nach dem Essen erhält Fabrice Besuch von einem Facebook- Kollegen; einem jungen Iraner aus Ahvaz. Ein sehr sympathischer junger Mann. Das Studium als Ingenieur hat er abgeschlossen, findet jedoch keinen Job. Er meint er hätte nicht genügend Beziehungen um einen Job zu finden und ins Ausland auszuwandern sei enorm schwierig und benötige viel Zeit. Mit dem Schweizer Armee-Taschenmesser, dass Fabrice ihm als kleine Aufmerksamkeit übergibt kann er nicht viel anfangen, er kennt es nicht. (Was… gibt es auf dieser Welt noch Menschen, die das Schweizer Sackmesser nicht kennen!!!??) Fabrice berichtet dass sein Freund den Nutzen des Messers noch am selben Abend erkannt hat, als sich nämlich eine Bierdose (alkoholfrei!) nicht von Hand öffnen liess. Um 00.30 Uhr schleicht sich dann Fabrice ins Zimmer des Hotels Pars.
 
 
 
 
 


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen