Kermanschah – Ahvas
Um 05.30 Uhr werden wir geweckt und um 07 Uhr geht die Fahrt
los. Die Landschaft die wir heute durchfahren ist vielseitig. Das Gebirge
gleicht einmal einem Canyon, dann sind es die scharfen Zacken oder die
schwungvollen Gesteinsbänder die kilometerlang die Felsenwände durchziehen, die
uns faszinieren. Die 540 km durch die kurdische Provinz Loristan hält uns im
Atem und unsere Kameras schussbereit. In Shush besichtigen wir die Ruinen von
Susa und des Tempels von Tschoga-Sanbil. Bereits 3‘000 Jahre v.Christus gab es
hier eine Stadt der Elamer (3‘000 bis 620 vor Christus). Neben dem Museum ist
bereits das tägliche Pic-nic aufgebaut. Standard
ist das dünne Fladenbrot, die geschmackvollen Tomaten und Gurken und der
Frischkäse. Täglich wechselnde Speisen wie Thon, Bohnen, eingelegter Knoblauch,
Peperoncini und ein Frucht ergänzen das Angebot. Die Fruchtsäfte ersetzen das
Bier!
Es ist ein langer und heisser Tag. Waren wir gestern noch
auf 1‘500 Meter über Meer, sind wir nun praktisch auf Meereshöhe. Es ist heiss
und schwül. Das Hauptgericht des
heutigen Abendessens ist der mir unbekannte Löwenfisch, der zwar etwas trocken,
aber geschmacklich sehr gut ist. Die Tischgespräche sind interessant bis lustig
und wir merken nicht wie die Zeit vergeht. Um 22 Uhr nach dem Essen erhält
Fabrice Besuch von einem Facebook- Kollegen; einem jungen Iraner aus Ahvaz. Ein
sehr sympathischer junger Mann. Das Studium als Ingenieur hat er abgeschlossen,
findet jedoch keinen Job. Er meint er hätte nicht genügend Beziehungen um einen
Job zu finden und ins Ausland auszuwandern sei enorm schwierig und benötige
viel Zeit. Mit dem Schweizer Armee-Taschenmesser, dass Fabrice ihm als kleine
Aufmerksamkeit übergibt kann er nicht viel anfangen, er kennt es nicht. (Was…
gibt es auf dieser Welt noch Menschen, die das Schweizer Sackmesser nicht
kennen!!!??) Fabrice berichtet dass sein Freund den Nutzen des Messers noch am
selben Abend erkannt hat, als sich nämlich eine Bierdose (alkoholfrei!) nicht
von Hand öffnen liess. Um 00.30 Uhr schleicht sich dann Fabrice ins Zimmer des
Hotels Pars.
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