Arak – Hamadan - Kermanschah
Auch heute beginnt der Tag mit blauem Himmel und einem sehr
ansprechenden Frühstücksbuffet. Wiederum steigt die Quecksilbersäule auf 36°C. Am
Vormittag besichtigen wir die Festung Nusch-e Djan aus der Zeit der Meder (rund
750 v.Christus). Die Reise führt uns heute ins Zagros-Gebirge, das sich über
eine Länge 1‘500 km in südöstlicher Richtung ausdehnt.
Bei unseren WC-Stopps lernen wir schnell, dass entweder zu
jedem Gebetsraum ein WC gehört oder zu jedem WC ein Gebetsraum. Übrigens beten.
Die Sunniten beten bekanntlich 5 Mal pro Tag die Schiten (Iran) lediglich 3
Mal. In Hamadan sehen wir dann die Überreste des steinernen Löwen, der
angeblich von Alexander dem Grossen in Auftrag gegeben wurde.
Wir folgen einem Zweig der antiken Seidenstrasse zum Relief
des Grosskönigs Darius und weiter nach Kermanschah.
Heute beginnt im Iran das Schuljahr. Im weiteren ist es die
Woche in der den Märtyrern des Krieges gegen den Irak (1980-1988) gedenkt wird.
Ein TV Sender strahlt 24 Stunden nur über dieses Thema! Im Bus werden wir „zum
Znüni“ mit einer Mischung aus Nüssen und Weinbeeren verwöhnt. Dazu Nescafé und
Chai (Tee). Wir fahren vorbei an tausenden Nussbäumen, die entlang der bestens
ausgebauten Autobahn stehen. Interessant sind die Autonummern, da sie in Farsi
sind:
Nach gut 400km Autobahn (mit Strassenbeleuchtung) kommen wir
in Kermanschah auf 1500 Meter über Meer an, wo uns wieder ein gutes Abendessen
auf uns wartet: Rindfleischwürfel und Mandelsplitter an einer Leckeren Sauce
mit eingelegten (süssen) Limonen. Hundemüde steigen wir um 23 Uhr in unsere Betten. Wie bereits am
Vortag schlafe ich und Fabrice lädt seine Bilder ins Internet.
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